10.5.08

May feelings



Eines der meistgesehenen Videos in Spanien in der letzten Woche. Ein Projekt von katholischen Studenten, das nur ein Ziel verfolgt: Werbung für den Rosenkranz. Respeto! [via]

Labels: , , ,

9.5.08

Casual catholic streetware

Die Franziskaner von der Immaculata haben nicht nur eine coole Homepage und professionelle Filmchen, sondern sind auch in ihrem Apostolat authentisch katholisch. Vielleicht auch ein Grund, warum ihnen kürzlich eine der ältesten Marienkirchen der Welt anvertraut wurde: Santa Maria Maggiore in Rom. Seit Dezember feiern sie den usus antiquior und bieten in den USA Ausbildungskurse im alten Ritus für interessierte, junge, coole Priester an. Something is happening...



Wer diese jungen Herren sind, ist indes unbekannt. Auf jeden Fall wiederlegen sie die Auffassung, daß die priesterliche Soutane für den Alltagsgebrauch unpraktisch sei!

Labels: , , ,

30.4.08

Franziskaner entdecken die Messe ihres Gründers



(via Scipio, NLM von Air Maria)

Labels: ,

10.4.08

Bonanza von und mit Zolli Zollitzsch

Auch wenn man im Schafstall darüber die Nase rümpft: Dieses Video vom schnittlauch kann doch fast schon den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, was das überlieferte katholische Lebensgefühl angeht (eigentlich fehlen nur die Wallfahrten, oder?). Zudem besitzt es die von Erzbischof Zollitzsch so schmerzlich vermißte Freude am Glauben:
„Uns Deutschen fehlt etwas Wichtiges“, meinte Zollitsch: „Wir sprechen zu wenig über unseren Glauben, und wir tun uns schwer, die Freude an der Frohen Botschaft Jesu zu zeigen.“
R I S C H T I S C H, Herr Erzbischof und Einsicht ist ja der erste Schritt zur Besserung.
Aus Berlin gibt es für den schnittlauch 10 von 10 möglichen Punkten für das beste deutsche Werbevideo für die katholische Kirche und für den Erzbischof ein kleines Lob für die gemachten Hausaufgaben. Weiter so!

Labels: , ,

9.4.08

Neue, alte Messe im Altenberger Dom

Wie wir alle wissen, erklärte das II. Vatikanische Konzil, „daß die heilige Mutter Kirche allen rechtlich anerkannten Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt." (Conc. Oecum. Vaticanum II, Const. Sacrosanctum Concilium, n. 4). Übersetzt in eine normale (west-)deutsche Pfarrgemeinde hört sich das dann so an:
"25 Gläubige haben schriftlich darum gebeten, dass im Altenberger Dom die Hl. Messe im alten Ritus ("außerordentlicher Ritus") gefeiert werden kann. Da zur Zelebration in diesem Ritus auch ein jüngerer Priester zur Verfügung steht, ist der Pfarrer verpflichtet, die Hl. Messe im alten Ritus zu ermöglichen."
Wie schade, daß auch noch gerade ein jüngerer Proester zur Zelebration zur Verfügung steht! Die Verfasser sind fassungslos: Das ist dann wohl wirklich eine Hl. Messe unserer Pfarrgemeinde! Aber wenigstens sind sie in Lage, ökonomisch aus der Not eine Tugend zu machen:
"Zukünftig soll diese Hl. Messe regelmäßig freitags um 18.00 Uhr in der Marienkapelle des Altenberger Domes stattfinden. Das ist dann eine Hl. Messe unserer Pfarrgemeinde; Sie können also dafür Messintentionen in unserem Pfarrbüro bestellen." [Quelle] [via]

Labels: ,

2.4.08

Over-Caffeinated

Und das abends um halb zehn, ohne auch nur einen Schluck Café getrunken zu haben: beim Koffein-Click-Test schneide ich (unfreiwillig) ziemlich gut ab.

The Caffeine Click Test - How Caffeinated Are You?

Vielleicht liegt es an Erzbischof Zollitsch, der gestern ganz geschickt seinen Rücktritt bei "Kirche von unten" - als Aprilscherz verpackt - bekanntgegeben hat. Das war wirklich ein Glanzstück medialer Ausgebufftheit! Nein, mal ganz im Ernst: was der gute Mann aus Freiburg so zum besten gibt, kommt einem abgestandenem, kaltem Kaffee auf nüchternen Magen gleich. Offenbar ist er einfach nicht gewillt oder in der Lage, etwas Positives über den priesterlichen Zölibat zu sagen! Selbst seine ungelenken Korrekturversuche nach dem Spiegel-Interview lassen nur einen Schluß zu: der Mann wäre wahnsinnig gerne verheiratet, er bereut offensichtlich jeden einzelnen Tag, den er in dieser völlig sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise verbracht hat. Ich weiß, daß das nicht stimmt, aber wer um alles in der Welt hindert Erzbischof Zollitsch daran, ein Wort der Wertschätzung über den Zölibat zu sagen?!

Labels:

17.3.08

Christentum in Europa

Manchmal frage ich mich, wie zukünftige Generationen auf unserer gegenwärtiges Saeculum zurückblicken werden. Ein Zeitalter des nie dagewesenen Wohlstands und Fortschritts, der Gesundheit und Langlebigkeit, teuer bezahlt allerdings mit dem einhergehenden Verlust des Gespürs für alles Lebendige.
Gut 46 Millionen Kinder im Jahr - vor allem in der westlichen Welt - überleben als ungewollte Kinder die Schwangerschaft nicht. Initiativen, die diesen Umstand wenigstens wirkunsvoll zur Sprache brächten, gibt es zumindest in Europa nicht.
Die meisten Menschen haben die Entwicklung ihrer spirituellen Begabung völlig vernachlässigt (inklusive der Priester). Der Katholiken etwa hat sich eine völlige Sprachlosigkeit in Glaubensdingen bemächtigt. Die Bezugsgrößen für innerkirchliche Entscheidungen sind die Ökonomie und die Soziologie. Ich kann mir gut vorstellen, daß unsere Nachfahren, wenn sie ihre Tränen über unsere unglaubliche Gottlosigkeit getrocknet haben, sich über unsere putzigen Versuche, als Christen weltlich zu denken, vor Lachen die Bäuche halten werden.

Hier wieder ein Schmankerl aus der Kategorie "Ich spare, also bin ich.":
In fünf Jahren, so prophezeite die Unternehmensberatung McKinsey 2003, sollte das Bistum Berlin wieder schuldenfrei sein. Damals saß das Erzbistum auf einem Schuldenberg von 114 Millionen Euro, und war zuversichtlich, seine Finanzen mit einem strengen Sparkurs wieder in den Griff zu bekommen.
Erfüllt hat sich die Prognose von McKinsey jedoch nicht. Die Schulden wurden um den Preis von 440 Vollzeitstellen und der Zusammenlegung zahlreicher Gemeinden zwar gesenkt und auch der Haushalt des Bistums ist wieder ausgeglichen. Doch nun wurde bekannt, dass all diese Sparmaßnahmen noch nicht ausreichen. Es fehlt Geld für die Pensionsfonds, erklärt Georg Kardinal Sterzinsky, daher müssten nun noch mehr Stellen gestrichen werden. [Quelle]
Politisches Feuilleton Deutschlandradio Kultur:

Labels: ,

14.3.08

+ Christopher Genz

Am Dienstag, den 11. März 2008 um 13.10 Uhr verstarb Christopher Genz im Alter von 56 Jahren. Ich lernte ihn vor einigen Jahren in der Brandenburger Gemeinde kennen. Er hatte fast sein ganzes Leben in Kanada verbracht und war vor einigen Jahren seiner Mutter gefolgt, die sich in der Nähe ihrer alten Heimat in Päwesin niedergelassen hatte. Sie verstarb vor anderthalb Jahren ihrerseits an Krebs.
Christopher war seit einigen Wochen im Klinikum Benjamin Franklin und wußte, daß man von seiten der Medizin nichts mehr für ihn tun konnte. Auf dem Photo sieht man ihn am Abend vor seinem Tod unmittelbar nach dem Empfang der Krankensalbung und der Heiligen Wegzehrung. Seine größte Befürchtung war, daß er in seiner Todesangst allein sein würde. Gott sei Dank trat das zu keinem Zeitpunkt ein. Dank seines Cousins Burkhard, seiner Freunde Richard und Martin, sowie Waltraut war er in diesen schweren Stunden niemals allein. Auch Alfons ein Freiwilliger vom Hospizdienst war eine große Hilfe. Selbst die Ärzte und Schwestern von der Station zeigten sich angenehm überrascht über die intensive Betreuung. Christopher hat kein leichtes Leben gehabt, aber zumindest hat er es irgendwie geschafft, daß an seinem Sterbebett zwei Priester und etliche seiner Freunde gesungen, gebetet und einfach gewacht haben.
Für mich war das Sterben von Christopher ein äußerst bewegendes Erlebnis. Wie gut ist Gott, der seinen Kindern alles zum besten gereichen läßt.

Labels:

13.3.08

Und der Laden läuft wieder...

... dank B16-Power. Acht Monate nach der Veröffentlichung von Summorum Pontificum hält ein frischer Wind Einzug in die liturgische Einöde der nachkonziliaren Wüste. Immer mehr junge Priester beginnen sich für den klassischen Ritus zu interessieren. Immer mehr Gläubige entdecken völlig unideologisch die Vorzüge des mit Ehfurcht gefeierten Meßritus. Der Papst hat am kirchlichen Apparat vorbei den Nerv der Zeit getroffen und im Juli letzten Jahres die Entscheidung getroffen, mit der für immer in die Kirchengeschichte eingehen wird.

Labels: ,

12.3.08

Berlin blogt

Gleich zwei neue Blogs aus Berlin machen von sich reden: Zum einen der bloggende Domvikar auf der Homepage der bischöflichen Gebetsinitiative vierzigtage.de. Außerdem verstärkt ein junger katholischer Mann "kurz vor dem Abitur" das katholisch bloggende Berlin. Na, dann mal ran ans Werk: es gibt viel zu tun! Angesichts der von der "Amtskirche" bezahlten trostlosen Internetaktivitäten aus Berlin wird es Zelatus sicher nicht schwer fallen einen etwas geistreicheren Auftritt hinzulegen. Die Berliner Verantwortlichen in der Jugendarbeit scheinen sich jetzt ganz auf absurde Onlineumfragen kaprizieren zu wollen. Die Jugendkirche St. Michael, deren Umfragen vor allem humoristischen Wert haben, fragt z.B., weshalb sich jemand das Sakrament der Firmung spenden lassen wolle. Die möglichen Antworten geben einen Eindruck von der geistigen Verfassung der Autoren (die fehlerhafte Syntax habe ich übernommen):
  1. ...das für mich selbstverständlich ist.
  2. ...ich dachte, dass ich sonst nicht katholisch heiraten könne.
  3. ...weil Omi das wollte (oder sonst wer).
  4. ...weil ich das bei meinen Freunden klasse fand.
  5. ...weil dann auch geschenkemäßig was bei rausspringt.
  6. Ich lasse mich auf überhaupt gar keinen Fall firmen!
Daß auch Jugendliche eine geistliche Motivation zum Empfang der Firmung haben könnten, scheint nicht zur Debatte zu stehen. Da habe ich dann doch lieber die Omi vorgeschoben und fand mich - siehe da - bei der Mehrheit wieder.

Richtig skuril wird es allerdings, wenn der bdkj Berlin Jugendliche zum Thema Sex befragt. Da werden dann "völlig normal" die Grenzen der Diskretion überschritten. Zu den Fragen zur eigenen Person, die verpflichtend beantwortet werden müssen, gehört auch die Nachfrage, ob die betreffenden Personen bereits Geschlechtsverkehr hatten. Wer diese Frage nicht beantworten möchte, kann an dem Test gar nicht erst teilnehmen. Wer sie bejaht, sieht sich weiteren Indiskretionen ausgesetzt. Dann ist die Rede von Homosexualität, wobei eine Beantwortung der Frage ausgewogen schon gar nicht mehr möglich ist:

Welche Reaktionen hast du in der katholischen Jugendarbeit / Kirche gegenüber Homosexualität erlebt?
  1. positive (z.B. Toleranz, Wertschätzung, sonstige)
  2. negative (z.B. Intoleranz, Beleidigungen, Kontaktabbruch, sonstige)
  3. keine
Zu mehr Differenzierung sind die Autoren leider nicht in der Lage. Eine positive Reaktion auf die Tatsache der Homosexualität (oder auf deren Praxis?) ist also allein die Wertschätzung. Daß eine positive Reaktion auch die kritische, d.h. unterscheidende Sicht der Bibel sein könnte, wird gar nicht erst in betracht gezogen.
Das Ergebnis der Umfrage ist durch die tendenzielle Fragestellung vorsorglich schon mal sichergestellt. Allein die katholische Sicht auf die Sexualität wird den Teilnehmern unkommentiert aus dem Katechismus um die Ohren gehauen - ohne jede Erläuterung. Schade, daß weder die Jugendlichen noch die Sexualität noch der liebe Gott ernst genommen werden. Wichtig nimmt man vor allem sich selber - und das bei einer Meinungsumfrage!

Labels: ,

16.2.08

Finanznot?

Labels:

1.2.08

Zum Tod von P. Marcial Maciel Degollado