7.8.09

Heimat und Fremde

Nach genau drei Jahren als Kaplan in Zehlendorf war meine Zeit dort auf Wunsch des Bischofs im Juli zuende. Ich bin dankbar, daß es überhaupt drei Jahre geworden sind, denn bereits nach anderthalb Jahren "drohte" schon einmal die Versetzung. Als Priester weiß man, daß man sich seine Wirkungsstelle nicht aussuchen kann, was auch gut ist. Es ist allerdings nicht leicht, sich immer wieder veraschieden zu müssen. Ein Mitbruder hatte während seines Studiums in seinem Zimmer im Priesterseminar den Spruch aufgestellt: "Jede Fremde ist ihm Heimat und jede Heimat ist ihm fremd." Vielleicht drückt das ganz gut den Zustand des Priesters in dieser Welt aus.

Besonders dankbar bin ich für die vielen und bereichernden Begegnungen der vergangenen Jahre in einer lebendigen Gemeinde.

Conni konnte dann doch nicht meine Haushälterin in der Prignitz werden.

Auf jeden Fall bin ich froh, so viele nette Menschen getroffen zu haben und vielleicht sieht man sich ja schneller wieder als man denkt.